Extreme Sailing Series erstmals am Bosporus. Deutsches Segel-Ass Roland Gaebler freut sich auf enge

Thursday, 19 May 2011


Wenige Tage vor dem Startschuss zur dritten Wettfahrtserie der 2011 Extreme Sailing Series im türkischen Istanbul steigt bei den Seglern die Spannung. „Ich bin noch nie in Istanbul gesegelt und freue mich auf die engen Kurse direkt in der Stadt und ein hoffentlich begeistertes Publikum“, sagte der deutsche Segel-Profi Roland Gaebler vor seiner Abreise in die Türkei. Gaebler, immerhin mehrfacher Tornado-Weltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner, sieht sich und sein internationales Team als Außenseiter: „Hier gehen die besten Segler der Welt an den Start. Wenn es uns mit unserem Mini-Budget gelingt,  wie schon in China die Großen mit einigen Siegen zu ärgern, sind wir sehr zufrieden.“

Die Extreme Sailing Series  gastiert erstmals in Istanbul. Hier am Bosporus, der das Schwarze Meer und das Marmarameer verbindet, treffen Europa und Asien aufeinander. Die Regatten finden vom 25. bis 29. Mai statt, vom 27. Mai an wird vor Publikum gesegelt. Die sportbegeisterte türkische Metropole ist mit mehr als 13 Millionen Einwohnern (mehr als London oder Paris) eine der größten Städte der Welt und war erst kürzlich Austragungsort eines Formel-1-Rennens.

Die schnellen Extreme-40-Katamarane werden ihre Wettfahrten in der Mündung des Goldenen Horns, eines Naturhafens im Herzen Istanbuls, vor der Galata-Brücke austragen. Zum Finale werden bis zu 40 000 Zuschauer erwartet. Das türkische Fernsehen wird die Rennen am Samstag und Sonntag live übertragen.

Elf internationale Extreme-40-Teams mit 44 Spitzenseglern werden in Istanbul an den Start gehen, unter ihnen viele der Besten der Welt. Nach den ersten zwei Wettfahrtserien in Muskat und Qingdao führt in der Gesamtwertung Groupe Edmond de Rothschild vor den beiden aus dem America’s Cup bekannten Teams Luna Rossa und Emirates Team New Zealand. Ex-America’s-Cup-Gewinner Alinghi aus der Schweiz liegt auf Platz 6. Roland Gaeblers Team Extreme, das erst spät gemeldet und wenig trainiert hatte, zeigte sich in Qingdao deutlich verbessert und ist achter der Gesamtwertung.

 „Wir erwarten hier einen ganz harten Kampf“, sagte Pierre Pennec, der Skipper des führenden Teams Groupe Edmond de Rothschild, „nicht nur wegen des weiter gestiegenen sportlichen Niveaus der Flotte, sondern auch wegen des besonders komplexen und eigentümlichen Wettfahrtreviers. Es ist ein echter Stadtkurs, mit vielen Gebäuden, die den Wind beeinflussen.“ Ehrgeizige Ziele formulierte Red-Bull-Extreme-Sailing-Skipper Roman Hagara: “Wir freuen uns auf die Rennen in Istanbul. Wir standen in Muskat auf dem Treppchen und waren in Qingdao ganz nah dran am Sieg. Aber nach unserer Kenterung dauerte es zu lange, bis alles wieder rund lief. Wir haben uns auf Istanbul gut vorbereitet und wollen wieder auf’s Siegertreppchen.” In Istanbul wird auch Torvar Mirskys Team The Wave, Muscat, wieder an den Start gehen, das in Qingdao die wohl spektakulärste Kenterung in der Geschichte der Extreme Sailing Series hinlegte.

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Last Updated ( Thursday, 19 May 2011 )